Stefan unterrichtet argentinischen Tango und betreibt die Tangovilla in Wuppertal. Dort bietet er Tango für Menschen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen an, vom Einstieg bis zur weiteren Vertiefung.
Bei „Sprich Tango mit mir!“ begleitet er uns durch die Musik und die ersten gemeinsamen Schritte. Besonders spannend finde ich, dass wir mit ihm beide Rollen erkunden können: Führen und Folgen. Stefan bringt seine Erfahrung als Tangolehrer ein und hilft uns, den Tango Schritt für Schritt zu entdecken, aufmerksam, musikalisch und mit Freude an der Begegnung.
Ich lebe, liebe, und arbeite auf der Oberstraße in Mettmann. Diese Stadt und besonders die Oberstadt sind der Mittelpunkt meines Lebens. Ich freue mich, wenn hier Menschen zusammenkommen, miteinander etwas erleben und neue Verbindungen entstehen.
Vor fünf Jahren habe ich unter dem Motto „Sprich Tango mit mir!“ bereits eine Tangoreihe in vier Schritten veranstaltet. Damals, gegen Ende der Corona-Zeit, beschäftigte mich die Frage, wie ungewohnt Nähe geworden war. Selbst eine Umarmung oder ein Handschlag waren lange nicht selbstverständlich. Ich wollte einen Anlass schaffen, bei dem wir einander wieder begegnen können.
Heute ist die Zeit eine andere, aber die Frage ist geblieben. Wir schreiben Nachrichten, schicken Bilder, begegnen uns in sozialen Medien und sprechen inzwischen sogar mit künstlicher Intelligenz. Dabei wünsche ich mir auch Momente, in denen wir einem Menschen wirklich gegenüberstehen und uns ganz auf ihn einlassen.
Deshalb veranstalte ich „Sprich Tango mit mir!“ noch einmal. Im Tango können wir einander zuhören, ohne zu sprechen: durch Musik, Bewegung und Aufmerksamkeit füreinander. Diese Erfahrung möchte ich mit anderen teilen – hier in der Oberstadt.
Stefan und ich tanzen beide seit ungefähr 30 Jahren Tango. Kennengelernt haben wir uns vor anderthalb Jahren, er als Lehrer, ich als Schüler. Wir bringen also viel eigene Tanzerfahrung mit und schauen zugleich aus unterschiedlichen Richtungen auf den Tango.
In Stefans Unterricht habe ich es besonders schätzen gelernt, sowohl das Führen als auch das Folgen zu üben. Wer beide Rollen erlebt, versteht besser, was das Gegenüber braucht und wie Verständigung im Tanz entsteht. Genau diese Erfahrung möchten wir bei „Sprich Tango mit mir!“ weitergeben: Stefan mit seinem Blick als Lehrer, ich mit meiner Neugier und meinen Erfahrungen als Schüler.